Warum und wie wir uns engagieren

Schokolade und Umweltschutz - wie passt das zusammen? Insbesondere als Familienunternehmen richtet die Alfred Ritter GmbH & Co. KG ihr Handeln darauf aus, für nachfolgende Generationen ein lebenswertes Umfeld zu hinterlassen. Umweltschutz ist dabei fest im Leitbild des Unternehmens verankert. Damit einhergehend engagiert sich das Unternehmen seit vielen Jahren aktiv für den Erhalt der Biodiversität. Den Schutz der natürlichen Ressourcen, wozu auch die Erhaltung der Artenvielfalt gehört, betrachtet das Unternehmen als eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft.
Wie viele lebensmittelproduzierend Unternehmen ist auch Ritter in besonderem Maße auf natürliche Ressourcen angewiesen. Das Unternehmen sieht es auch daher als seine Verpflichtung an, sich für den Erhalt der Biodiversität einzusetzen, da eine intakte Umwelt die Grundlage für nachhaltige Rohstoffproduktion und langfristige Versorgungssicherheit bildet.
Als Mitglied bei Biodiversity in Good Company und zur Umsetzung der Leadership-Erklärung untersucht die Alfred Ritter GmbH & Co. KG ihre Geschäftstätigkeit und deren Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden regelmäßig an die Geschäftsleitung weitergegeben und dienen als Grundlage für mögliche weitere Aktivitäten.
Mittels des Code of Conduct werden die Lieferanten des Schokoladenherstellers – mit dem Ziel, die gesamte Lieferkette einzubinden – auch über die Unternehmenszielsetzungen zum Artenschutz informiert, so dass diese sie in ihre Aktivitäten miteinbeziehen können. Auch der Austausch mit Stakeholdern wie NGOs oder im Rahmen von wissenschaftlichen Initiativen ist dem Unternehmen ein Anliegen, um den Schutz der biologische Vielfalt gemeinsam zu fördern. So arbeitet Ritter im Rahmen des Forschungsprojektes BioVal zusammen mit anderen Unternehmen und Hochschulen daran, die Auswirkungen verschiedener Rohstoffe auf die Biodiversität zu verstehen, um dann geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Neben lokalen Projekten vor den Werkstoren, wie beispielsweise einem Biotop und einem Naturpark im schwäbischen Waldenbuch sowie einer Biodiversitätswiese auf dem Gelände des Werks im österreichischen Breitenbrunn sind die Förderung des nachhaltigen Kakaoanbaus und die Nutzung regenerativer Energiequellen zentrale Themen für Ritter, um die biologische Vielfalt zu schützen.
Nachhaltiger Kakaoanbau
Kakaoprogramme
„Programm“ klingt sehr technisch. Das Gegenteil ist damit gemeint. Kakaoprogramme bedeutet bei Ritter, verlässliche Partnerschaften einzugehen. Ziel dieser Programme ist es, gemeinsam mit den Partnern vor Ort durch konkrete Maßnahmen eine positive Veränderung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen im Anbau zu bewirken.
Bereits seit gut 35 Jahren – gestartet mit dem ersten Programm CACAO-NICA in Nicaragua – engagiert sich Ritter im nachhaltigen Kakaoanbau. Heute hat das Unternehmen solche Programme in allen Ländern etabliert, aus denen es 2024 rund 85% seines Kakaobedarfes bezieht.
Ein wichtiger Bestandteil der Programme ist die Förderung von Agroforstsystemen als nachhaltige Anbaumethode. Das Nebeneinander von Kakao- und Schattenbäumen in einer Mischkultur schützt den Kakao vor zu viel Sonneneinstrahlung (Stichwort: Trockenheit infolge des Klimawandels) und verbessert das Mikroklima und die Artenvielfalt auf der Plantage. So werden Schattenbaum-Setzlinge an die Bäuerinnen und Bauern aus den Programmen verteilt und mit Schulungen deren Nutzen für einen resilienteren Kakaoanbau erläutert.
EL CACAO: Kakao im Eigenanbau
2012 hat das Unternehmen im Osten Nicaraguas Land erworben und ist damit selbst in den nachhaltigen Anbau von Kakao eingestiegen. Das Ziel: Kakao ökologisch und sozialverträglich zu marktfähigen Preisen anzubauen.
Auf der 2.500 Hektar großen Fläche wird nur etwa die Hälfte für den Kakaoanbau im Agroforstsystem genutzt. Die andere Hälfte sind Wald- und Feuchtgebiete, die dauerhaft erhalten und geschützt werden. Für die landwirtschaftliche Nutzung wurden brachliegende ehemalige Weideflächen mit über einer Million Kakao- und rund 30.000 Schattenbäumen aufgeforstet. Damit ist El Cacao eine klimapositive Plantage und offiziell anerkanntes Gold-Standard-Klimaschutzprojekt.
Dass knapp die Hälfte von El Cacao unangetastet bleibt, und Wald und Feuchtgebiete geschützt werden, dient auch der Artenvielfalt. Ein Monitoring-System dokumentiert regelmäßig die Biodiversität sowohl der landwirtschaftlich genutzten Flächen als auch der Wald- und Feuchtgebiete.
Neben ökologischen Aspekten sind auch soziale Fragen im Kakaoanbau der zentrale Beweggrund für Ritter, hier selbst aktiv zu werden. Hohe Sicherheitsstandards, ärztliche Versorgung, Weiterbildungsmaßnahmen und eine faire Bezahlung garantieren gute und sichere Arbeitsbedingungen.
Alternative Energiequellen
Auf den Weg in Richtung Klimaneutralität hat sich das Unternehmen bereits vor über 20 Jahren gemacht, als es 2002 auf ausschließlichen Bezug von Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen umgestellt und ein eigenes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen hat.
Dabei setzt sich Ritter kontinuierlich ambitionierte Ziele für den Klimaschutz. Diese möchte das Unternehmen insbesondere durch Vermeidung und Reduktion von Emissionen erreichen. Ganz nach dem Leitprinzip: Die besten Emissionen sind die, die gar nicht erst entstehen. Die verbleibenden Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 beinflussbar kompensiert das Unternehmen durch Klimazertifikate nach dem Gold Standard.
So hat das Unternehmen bereits 2019 die klimaneutrale Produktion1 (Scope 1+2) und 2020 das klimaneutrale Unternehmen1 (Scope 1, 2 und 3 beeinflussbar) erreicht. 2022 hat sich Ritter der Sienced Based Targets Initiative angeschlossen, mit dem ambitionierten Ziel, bis 2030 42 % der Emissionen (über alle Scopes hinweg) zu reduzieren.
Wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist das Energiekonzept des Unternehmens, das die Hälfte des Strombedarfs bereits heute mit selbst erzeugter Energie aus regenerativen Quellen deckt. So betreibt das Unternehmen neben zwei eigenen Windkraftanlagen eine Photovoltaik-Freiflächenanlage und hat Deutschlands größte Solarthermie-Dachanlage auf dem Dach seines Roh- und Packwarenlagers in Betrieb.
1 Durch Kompensationen der unvermeidbaren Emissionen (Scope 1, 2 und 3 beeinflussbar) mit Gold Standard Klimazertifikaten.

Ritter Sport
Hauptsitz
Waldenbuch, Baden-Württemberg, Deutschland
Produktsegment
Schokoladenwaren
Umsatz 2024
605 Millionen Euro (konsolidiert, wechselkursbereinigt)
Weltweit Beschäftigte
1.900



