Warum und wie wir uns engagieren

Bereits seit mehr als 90 Jahren wird Naturgips von der Knauf Gips KG mit Hauptsitz in Iphofen abgebaut. Die Gewinnung dieser ortsgebundenen Ressource, bedeutet immer einen vorübergehenden, jedoch nicht unwesentlichen Eingriff in die Natur und Landschaft. Knauf bemüht sich deshalb den Eingriff möglichst gering zu halten und die Qualität der Fläche durch anschließende Rekultivierung oder Renaturierung langfristig zu erhalten oder sogar zu erhöhen.
Dabei ist unser Ziel nicht nur das Einhalten naturschutzrechtlicher Vorschriften, sondern geht auch weit darüber hinaus. Gerade die Bergbauindustrie kann viel zur Bereicherung unserer heimischen Ökosysteme beitragen. Eine Einstellung, die in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus des Naturschutzes gerückt ist.
„Seit vermehrt bekannt geworden ist, dass in offengelassenen oder gar noch in Betrieb befindlichen Steinbrüchen selten gewordene Tier- und Pflanzenarten unseres Naturraums besonders geeignete Refugien vorfinden, hat bei Naturschutz und Rohstoffwirtschaft ein aktives Umdenken eingesetzt“, sagt Bernd Raab, Geobotaniker beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV).
Ein besonders wichtiger Punkt für Knauf ist folglich die Renaturierung von alten Steinbrüchen. Grob gesagt handelt es sich dabei um die aktive Wiederherstellung oder gar Aufwertung von Natur nachdem es zum Abbau von Gips kam. Und dieser Unterstützung bedarf es auch, denn damit seltene Flora und Fauna wie Lauch-Gamander, Geburtshelferkröte, Schlingnatter und Co ihr Zuhause in einem ehemaligen Steinbruch finden, muss auch nach Vollendung des Abbaus einiges an Zeit und Ressourcen investiert werden. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist ein umfangreiches Biodiversitätsmanagement von Nöten.
„Knauf ist eines der wenigen Unternehmen, das nur für diesen Zweck Biologen eingestellt hat.“ – Pascal Bunk (Biodiversitätsmanager, Knauf Gips KG)
Eine Zusammenarbeit, die sich dabei als äußerst fruchtbar herausgestellt hat, ist die mit dem LBV. Aus dem Pilotprojekt des LBV zur Förderung der „Gipssteppen“ in Bayern 1991 ist mittlerweile ein breiter Ansatz zur Zusammenarbeit bei der Planung und Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen zwischen Knauf, amtlichem und privatem Naturschutz geworden. Zusammen mit anderen Unternehmen der Bau- und Rohstoffbranche arbeitet Knauf im Arbeitskreis „Lebensraum Steinbruch und Kiesgrube“ des LBV an der praktischen Umsetzung von Naturschutzarbeit in Abbaugebieten.
Dabei handelt es sich bei Weitem nicht um die einzige Kooperation, welche Knauf mit Umweltverbänden eingeht. Neben dem “Frankenbündnis” für Umweltbildung, dem Bundesverband “Baustoffe – Steine und Erden e.V.” und der Entwicklung eines Konzepts zu Wanderbiotopen mit dem NABU, bemüht sich Knauf stetig darum der Umwelt wieder etwas zurückzugeben. Auch europaweit fördert Knauf Biodiversität. Dies passiert unter anderem durch die Etablierung eines einheitlichen Biodiversitätsindikatorensets für das Monitoring in aktiven Abbaustätten mit dem Verband EUROGYPSUM.
Im Frühjahr 2025 kam es zu einem weiteren Meilenstein des Biodiversitätsmanagements für Knauf. Im Rahmen des GiBBS (Ganzheitliches Biodiversitätsmanagement in der Baustoffindustrie) – Projekts wurde das Handbuch “Biodiversität in Gewinnungsstätten” vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) veröffentlicht, welches Knauf durch Unterstützung mit prägte. Dieses zeigt, wie Unternehmen der Rohstoffindustrie Artenschutz in ihren Betriebsalltag integrieren können und bietet wertvolle Tipps, sowie praxisnahe Fallstudien.
Auch in Zukunft wird es weiterhin eine Vielzahl an Natuschutzmaßnahmen seitens Knauf geben, damit Mensch und Umwelt eine vielversprechende Zukunft haben. Aktuell arbeitet Knauf an einer Biodiversitätsstrategie. Hierfür werden Biodiversitätsmanagementpläne erstellt und ein genaues Monitoring der Biotoptypen und Rote-Liste-Arten vor und nach dem Gipsabbau durchgeführt.

Knauf
Hauptsitz
Iphofen, Deutschland
Produktsegment
Baustoffindustrie (Gips)
Weltweiter Umsatz 2024
15 Mrd. Euro
Weltweit Beschäftigte
40.000
Fortschrittsbericht
Weitere Informationen & Praxisbeispiele
Download
Biodiversitaetsindikatoren, Bundesverband der Gipsindustrie, Flyer
Tierwelt der Gipssteinbrüche, Bundesverband der Gipsindustrie
Performance Indicators Biodiversity, Eurogypsum
Pflege biologischer Artenvielfalt in Gipssteinbrüchen, Eurogypsum
Biodiversity Stewardship in Gypsum Quarrying, Eurogypsum
Steppenrasen in renaturierten Gipssteinbrüchen, Knauf, Landesbund für Vogelschutz (LBV)



