Biodiversity in Good Company im Deutschen Bundestag

Gestern diskutierte unsere Geschäftsführerin Veronica Veneziano mit Vertreter:innen des Deutschen Bundestages die Frage „Wie können Unternehmen zur Finanzierung der globalen Biodiversität beitragen?“

Das Fachgespräch wurde von dem MdBJürgen Kretz und dem Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Jan-Niclas Gesenhues von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN organisiert. Gemeinsam mit den Experten Dr. Kai Timo Schönfeld von der KfW und Florian Titze vom WWF Deutschland konnten wir – gerade auch in Vorbereitung unserer Reise zur CBD COP 16 – zur Beantwortung wichtiger Fragen beitragen. 

Wir von Biodiversity in Good Company sind davon überzeugt, dass es zur Finanzierung des globalen Biodiversitätsschutzes einer naturaffinen Wirtschaft bedarf, die einen großen Anteil daran leisten kann und muss. Diese Investition muss sich aber für Unternehmen auch lohnen.

Der Beitrag für Biodiversität – ökologisch wie auch ökonomisch – vieler unserer Mitglieder besteht darin, dass

  • sie Biodiversität als wesentlichen Ansatz in ihren Lieferketten berücksichtigen und somit Boden, Luft, Wasser, Flora, Fauna und Ökosysteme bewahren, die für jegliche Produktion und Dienstleistungen notwendig sind,
  • sie Umweltkosten für Biodiversitätsmaßnahmen mittragen,
  • sie biodiversitätsfördernde Wirtschaftsmodelle umsetzen, die die Grundlage für Transformation darstellen.

Freiwilliges Engagement reicht da nicht!

Wir brauchen dafür: 

  • Einen gesetzlichen Rahmen für gleiche Wettbewerbsbedingungen, d.h. ein level playing field, in dem Unternehmen, die innerhalb der planetaren Grenzen wirtschaften und Biodiversität schützen, einen wirtschaftlichen Vorteil haben
  • Anreize und Förderungen, damit sich der Einsatz für Biodiversität lohnt
  • Den Ersatz von biodiversitätsschädigenden Subventionen durch naturpositive Ansätze. Allein in der GAP sind es zwischen 34 und 48 Milliarden EUR für Landwirtschaft, den Verkehrs- und Wassersektor, schätzt der WWF. Business for Nature spricht von 2,6 Billionen USD für 2024 auf globaler Ebene. 
  • Einheitliche Indikatoren und Kriterien zur Messbarkeit von Biodiversität 
  • Einen offenen und kontinuierlichen Dialog unter den Stakeholders, denn der Trialog Wirtschaft-Politik-Wissenschaft ist essentiell, um die ambitionierten Ziele des GBF/Kunming-Montreal-Abkommens in nationalen Strategien und Aktionsplänen für Biodiversität zu implementieren.

Biodiversity in Good Company hilft seinen Mitgliedern bei der Integration von Biodiversität in ihre Nachhaltigkeitsstrategie und sorgt dafür, dass sich biodiversitätsförderndes Verhalten auch wirtschaftlich lohnt.