Business and Biodiversity: BahnLog

BahnLog

Warum und wie wir uns engagieren

Die Bahnlog GmbH ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen und entstand 2003 aus dem gleichnamigen Bahnlog-Ingenieurbüro von Jörg Michael Fries in Illingen/Saar. Als Betriebsstandort erwarb der Diplomingenieur das Betriebsgelände des ehemaligen Zollbahnhofs mit 64 ha zwischen Kirkel und Homburg im Saarpfalzkreis von der Deutschen Bahn.

Seit 2009 betreibt Bahnlog ein intensives Natur- und Artenschutzmanagement (Statusbericht als PDF) auf dem gesamten Betriebsgelände. Mit völlig neuen Ansätzen und wissenschaftlicher Begleitung durch Dr. Christoph Bernd haben sich mittlerweile Schutzmaßnahmen „im laufenden Betrieb“ etabliert, die auch weit über die Region hinaus höchste Anerkennung finden. So hat Bahnlog 2016 beim „Möbel-Martin-Umweltpreis“ den ersten Platz gewonnen, im Jahr 2017 kam die „Goldene Umweltschiene“ des Berufsverbandes Führungskräfte deutscher Bahnen e. V. hinzu. Die gefährdete Gelbbauchunke, der seltene Springfrosch und zahlreiche weitere Amphibienarten haben dauerhaft gesicherte Lebensräume auf dem Gleisbauhof gefunden; Steinkäuze, Laubfrösche und Rebhühner sind mit behördlicher Genehmigung erfolgreich wieder angesiedelt worden. Auch bei der Realisierung eines Bahnlog-Ports, also eines Warenumschlagplatzes für die Großregion, spielen der Einklang von Ökonomie und Ökologie eine entscheidende Rolle.

Das Unternehmen hat verschiedene Geschäftsfelder. Bis heute ist die Bahn wichtiger Kunde, im Wesentlichen in der Baustellenlogistik und im Recycling von Materialien, die bei der Erneuerung der Strecken in der Großregion anfallen. Beispielsweise werden jährlich ungefähr 300.000 t Gleisschotter und 100.000 Betonschwellen bei Bahnlog recycelt – ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung und zur fachgerechten Entsorgung von belasteten Materialien. 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschaften damit einen Umsatz von knapp 17 Millionen Euro. 

Ein dazu kompatibles Unternehmensfeld ist die Übernahme von Logistiktätigkeiten in der Region, aus denen sich die Deutsche Bahn zurückgezogen hat. Dazu gehört das Betreiben ganzer Bahnstrecken im Saarland, wie zum Beispiel zwischen Dillingen und Schmelz-Limbach, sowie Rangiertätigkeiten in Bahnhöfen für die DB oder in Betrieben, wie etwa bei Saarstahl-Standorten oder St. Gobain. Ebenfalls für Saarstahl erfolgt ein Warenumschlag auf dem Betriebsgelände in Kirkel/Homburg und auf dem eigenen Betriebsstandort St. Ingbert - Güterbahnhof. Hier werden Rohprodukte zwischengelagert, konfektioniert und an die Endkunden verschickt. Schließlich gehört auch seit mehreren Jahren ein Containerterminal zum Kerngeschäft. Der Umschlag von der Schiene auf die Straße und umgekehrt erfreut sich eines stetigen Wachstums und sichert der Region über den Binnenhafen in Mainz die direkte und schnelle Anbindung an die Überseehäfen an der Nordsee.

FactBox BahnLog

Hauptsitz 
Gleisbauhof Homburg/Saar

Produktsegment
Eisenbahnverkehrsunternehmen, Recycling von Bahnbaustoffen, Entsorgung, Logistik, Warenumschlag Straße/Schiene

Weltweiter Umsatz 2017
17 Mio. Euro

Weltweit Beschäftigte
80

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