Der aktuelle Newsletter von 'Biodiversity in Good Company' ist da!
Newsletter Nr. 3_2015 Berlin, 20. April 2015
Aufgeschlagenes Buch, aus dem ein Baum wächst; Bild: oekom verlag
Liebe Leserinnen und Leser, 

was hat biologische Vielfalt mit einem Verlag zu tun? Mehr, als Sie vielleicht denken! Wenn Sie weiterlesen, werden Sie schlauer, denn heute stellt sich in unserem Newsletter unser Mitglied oekom verlag vor. 

Biologische Vielfalt hat auch mit Bier (und anderen Getränken!) zu tun – wie überhaupt, mehr oder weniger, mit jedem Wirtschaftszweig. Wir freuen uns, ein neues Mitglied in unseren Reihen begrüßen zu dürfen: Neumarkter Lammsbräu ist der Initiative im März beigetreten. Auch dieses bekanntermaßen sehr engagierte Unternehmen stellen wir Ihnen heute vor. Weitere Neuigkeiten und Termine finden Sie im Infoticker. 

Einen guten Frühling wünscht 
Ihre 'Biodiversity in Good Company' Initiative

Inhalte dieses Mal:

BIODIVERSITÄT ... im oekom verlag!

Jacob Radloff, Verleger des oekom verlags München, Bild: oekom verlag

Jacob Radloff, Verleger des oekom verlags München

"Papier ist – neben seinen Mitarbeiter(innen) – die wichtigste Ressource des oekom verlags. Beim Holzeinschlag wird der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten unwieder-
bringlich zerstört. 
Daher ist es meine oberste Priorität, Papier aus verantwortungsbewusster Forstwirtschaft (FSC-Papier) zu beziehen oder, wo immer möglich, Recyclingpapier zu verwenden. Es wäre aber blauäugig zu behaupten, dass damit der Handlungs-
spielraum eines Verlegers zum Erhalt der Artenvielfalt bereits erschöpft sei. 
Auch die Weiterverarbeitung des Papiers, sein Transport, der Druck und Vertrieb der Publikationen haben massive Umweltwirkungen und tragen damit erheblich zum Schwund der Arten bei. Daher mache ich meinen Einfluss als Verleger nicht nur publizistisch, sondern wo immer möglich geltend, beispielsweise bei der umweltschonenden Ausstattung unserer Bücher oder der Auswahl unserer Dienstleister – denn für oekom geht es beim Schutz der Biodiversität ums Ganze!"
Buch-Cover "Wald"; Bild: oekom verlag

Publizistische Ziele des oekom verlags

Der oekom verlag, mit Sitz in München und Verlagsvertretungen in Hamburg und Zürich, hat sich dem Erhalt der Artenvielfalt und dem Klimaschutz verschrieben. Der im deutsch-
sprachigen Raum führende Fachverlag für Ökologie und Nachhaltigkeit verfolgt dieses Ziel indem er über sein breites Fach- und Sachbuchprogramm sowie mit Hilfe seiner neun Zeitschriften öffentliches Bewusstsein für Fragen der Biodiversität und anderer wichtiger Umweltthemen schafft.
Der oekom verlag hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer Art publizistischen Think Tank für Ökologie und Nachhaltigkeit entwickelt. Seine Medien vernetzen relevante Akteure, regen Debatten an und eröffnen so neue Perspektiven für die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. oekom verfügt über einen einzigartigen Wissensschatz und ein weit verzweigtes Informationsnetz.
Buch-Cover "Was kostet die Welt?"; Bild: oekom verlag
 

Beim oekom verlag sind zahlreiche Bücher, Zeitschriften und Broschüren erschienen, die sich speziell mit dem Thema Biodiversität auseinandersetzen, wie beispielsweise:
Buch-Cover "Vom Verstummen der Welt"; Bild: oekom verlag
  • Marcel Robischon: "Vom Verstummen der Welt"
  • Bettina Matzdorf et al.: "Was kostet die Welt? Payments for Ecosystem Services in der Praxis"
  • Hans Carl von Carlowitz: "Sylvicultura oeconomica"
  • Volkmar Wolters und Stefan Hotes: "Fokus Biodiversität"
  • Dieter Steiner: "Rachel Carson"
  • Verein der Nationalpark-Freunde e.V. (Hrsg.): Die Zeitschrift "Nationalpark"
Mit publizistischen Kampagnen erreicht der Verlag auch Zielgruppen, die weit über Fachkreise hinausgehen. So erzielt oekom eine breite gesellschaftliche Wirkung etwa mit dem "SlowFood Genussführer" zum Thema Ernährung und Nachhaltigkeit (30.000 LeserInnen) oder mit den "Klimasparbüchern" verschiedener Städte und Landkreise (100.000 LeserInnen).

"Jacob Radloff und der oekom verlag sind in 25 Jahren zu engagierten, unentbehrlichen Vermittlern der Nachhaltigkeit als Leitidee des 21. Jahr-
hunderts geworden."
 (Prof. Dr. Wolfgang Haber)

Nachhaltigkeit ist bei oekom Chefsache

Biodiversitäts- und Umweltschutz bilden nicht nur den Schwerpunkt der oekom-Publikationen. Die Orientierung an Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Geschäftsbetriebs: oekom lebt die postulierten Inhalte in der eigenen Unternehmenspraxis. Sichtbares Zeichen dafür ist vor allem eine - für kleine Verlage eher ungewöhnliche - Stabsstelle Nachhaltigkeit, die eng mit der Geschäftsführung zusammenarbeitet. Eine Nachhaltigkeitsbeauftrage überprüft zudem regelmäßig die internen und externen Herstellungsprozesse.

oekom verwendet für seine Publikationen sowie für die Geschäftspapiere bewusst ausschließlich Recyclingpapier (möglichst mit Blauem Engel) und FSC-zertifiziertes Papier. Denn durch die Verwendung von Recyclingpapier werden wertvolle Naturräume entlastet, bei seiner Herstellung werden außerdem wesentlich weniger Wasser, Chemikalien und Energie benötigt. Die Mitarbeiter(innen) gestalten ihre Arbeitswege umweltverträglich und nutzen überwiegend öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad, Geschäftsreisen werden ausschließlich mit Bahn unternommen. Außerdem kompensiert oekom unvermeidliche CO2-Emissionen des gesamten Unternehmens und aller seiner Publikationen durch Investitionen in ein Gold-Standard Projekt in Brasilien, das explizit den Erhalt der Artenvielfalt fördert und zum Klimaschutz beiträgt.

oekom setzt Nachhaltigkeitsstandards in der Verlagsbranche

In Deutschland gibt es rund 2.800 Verlage und 22.000 weitere Institutionen, die verlegerisch aktiv sind. Die Produktion und Verbreitung ihrer Publikationen haben eine beträchtliche Umweltrelevanz beispielsweise durch die Herstellung und Weiterverarbeitung des Papiers, durch Druckfarben mit gesundheits- und klimaschädigenden Inhaltsstoffen oder durch Druckprozesse mit hohem Wasserverbrauch, bei denen außerdem Treibhausgase entstehen. Die Umweltwirkung von Publikationen reicht jedoch weiter als bis zum fertigen Buch oder zur druckfrischen Zeitschrift. Auch der Versand und die Auslieferung der Ware tragen zum ökologischen Fußabdruck von Verlagsprodukten bei. Denn der Vertrieb verbraucht Ressourcen und verursacht CO2-Emissionen. Doch wie lassen sich Bücher, Zeitungen und Zeitschriften nachhaltiger herstellen und vertreiben?
Broschüren-Cover "Ideen für grünere Seiten; Bild: oekom verlag
Um diese Frage zu klären, hat oekom vor vier Jahren das Projekt "Nachhaltig Publizieren – Neue Umweltstandards für die Verlagsbranche" mit dem Ziel initiiert, die gesamte Branche für die Folgen ihrer Aktivitäten zu sensibilisieren und in Kooperation mit den wissenschaftlichen Instituten IFEU und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) konkrete Anforderungen für Nachhaltiges Publizieren zu entwickeln. Die Ergebnisse des Projekts wurden u.a. in der Broschüre "Ideen für grünere Seiten" veröffentlicht.
Darauf aufbauend haben unter Führung des oekom verlags Experten des IFEU- und des Ökopol-Instituts im Rahmen des Projekts "Entwicklung eines Umweltzeichen Blauer Engel für umweltfreundliche Druckerzeugnisse" Kriterien für ein neues Umweltzeichen entwickelt und in einem regen Dialogprozess mit allen beteiligten Interessengruppen der Branche auf Praxistauglichkeit abgeklopft. Seit 1. März 2015 können Verlage und Druckereien den Blauen Engel Druckerzeugnisse (UZ 195) bei der RAL gGmbH beantragen und so mit ihren Printprodukten ein sichtbares Zeichen für Mensch und Umwelt setzen. Das neue Umweltzeichen soll als Benchmark dazu beitragen, dass sich im Druckerei- und Verlagswesen ein hoher ökologischer Standard durchsetzt.

Die Projekte "Nachhaltig Publizieren – Neue Umweltstandards für die Verlagsbranche" und "Entwicklung eines Umweltzeichen Blauer Engel für umweltfreundliche Druckerzeugnisse" wurden im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt und mit Bundesmitteln finanziert.

Weitere Informationen und Kontakt

Hier finden Sie Informationen zum oekom verlag.

Auf www.nachhaltig-publizieren.de finden Sie Informationen zu dem Projekt "Nachhaltig Publizieren" und die Broschüre "Ideen für grünere Seiten" mit den Ergebnissen als E-Reader oder als PDF-Datei zum Download sowie Informationen zum Projekt "Blauer Engel Druck".

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Anke Oxenfarth, Leiterin Stabsstelle Nachhaltigkeit im oekom verlag.

+++ INFOTICKER +++

Logo Neumarkter Lammsbräu

Neumarkter Lammsbräu ist neues Mitglied

Wurzeln, die bis 1628 zurückreichen, und seit drei Jahrzehnten die führende Biobrauerei der Welt: Wir begrüßen Neumarkter Lammsbräu als neues Mitglied.

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Infomodul zu Biodiversität in der Lieferkette

In der Reihe „Einstiegswissen Unternehmen und biologische Vielfalt – Handlungsfelder & praktische Tipps“ hat 'Biodiversity in Good Company' nun auch ein Infomodul "Biologische Vielfalt in den Wertschöpfungs- und Lieferketten – Herausforderungen im Überblick" herausgegeben.

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Dialogforum, Bild: BfN, U. Euler

Dialogforum, Bild: BfN, U. Euler

Silvia Ohms, Neumarkter Lammsbräu, Bild: BfN, U. Euler

Silvia Ohms, Neumarkter Lammsbräu, Bild: BfN, U. Euler

Dialogforum 2015 "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020": Unternehmen stellen ihre Ansätze im Biodiversitätsmanagement vor

Am 26. März 2015 fand das diesjährige Dialogforum "Unternehmen Biologische Vielfalt 2020" von Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz in Frankfurt/Main statt. Das Thema dieses Mal: Biologische Vielfalt und betriebliches Management. Auch eine Reihe an Mitgliedern von 'Biodiversity in Good Company' gaben einen Einblick in ihre Praxis und stellten sich der Diskussion. 

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Beikräuter, Bild: J. Sybertz

Beikräuter, Bild: J. Sybertz

Bionade, Hipp und Neumarkter Lammsbräu unterstützen Projekt zur Artenvielfalt im Ökolandbau

Bei der Frühjahrstagung der AöL präsentierte die Wissenschaftlerin Christina von Haaren die Kernzüge des Projekts "Firmen fördern Vielfalt". An diesem Vorhaben sind auch drei Mitgliedsunternehmen der Initiative beteiligt: Bionade, HiPP und Neumarkter Lammsbräu. 

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Weitere Partnerschaft besiegelt. In der Mitte: Dr. Bernd Scheifele, CEO HeidelbergCement, und Patricia Zurita, CEO BirdLife

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HeidelbergCement und BirdLife International erneuern ihre Partnerschaft

Drei weitere gemeinsame Jahre für den Naturschutz: Am 17. März haben HeidelbergCement und Birdlife International eine Vereinbarung für die Verlängerung ihrer Partnerschaft bis 2017 unterzeichnet.

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Drilllücken im Getreide, Bild: Frank Gottwald

Drilllücken im Getreide, Bild: Frank Gottwald

WWF Deutschland und Partner machen Vorschläge für einen Naturschutzstandard zur Förderung der Artenvielfalt im Ökolandbau

Ende März hat der WWF Deutschland gemeinsam mit Partnern Vorschläge für einen Naturschutzstandard „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ veröffentlicht. Zielgruppe sind Betriebe, die bereits ökologisch bewirtschaftet werden und darüber hinaus einen weiteren Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten möchten. Die Grundlage bildet ein Leistungskatalog mit über 70 Auswahlmöglichkeiten für Ackerland, Grünland (Wiesen, Weiden) sowie für Landschaftselemente (u.a. Hecken, Tümpel). 

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Logo Jugendkongress

Jugendkongress "Zukunft selber machen" – online anmelden bis zum 18. Mai

Bundesumweltministerium und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) veranstalten unter dem Titel „Zukunft selber machen! – Junge Ideen für Nachhaltigkeit!“ vom 4. bis 6. September 2015 einen bundesweiten Jugendkongress Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015 in Osnabrück. Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 16 und 27 Jahren. Mehr unter www.zsm-2015.de

TERMINANKÜNDIGUNGEN

Save-the-date: Diskussionsforum Ökosystemleistungen am 27. Mai 2015 in Frankfurt 
Es geht weiter in der Reihe "Diskussionsforum Ökosystemleistungen" - dieses Mal im Palmengarten im Frankfurt am Main als Satellite Event der Green Week 2015! Wir laden Sie herzlich ein, sich Termin und Thema unserer dritten Veranstaltung vorzumerken. Weitere Informationen
Save-the-date: 2015 CBD Business Forum und 5.Treffen der Global Partnership for Business and Biodiversity in Helsinki, Finnland, 11./12. November 2015 wird organisiert vom finnischen Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Unternehmensnetzwerk FIBS und dem Sekretariat der CBD. Weitere Informationen in Kürze.

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