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Wissenschaftlicher Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen beim BMEL empfiehlt mehr Verbrauchersensibilisierung

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Wissenschaftlicher Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen beim BMEL empfiehlt mehr Verbrauchersensibilisierung

Der Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine Stellungnahme zum Thema "Verbraucher für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft aktivieren!" vorgelegt.

Der Bericht befasst sich mit der Frage, inwiefern biologische Vielfalt Grundlage für eine Produkt- und Preisdifferenzierung von Lebensmitteln sein kann und wie sich der Nutzen der biologischen Vielfalt für Verbraucher*innen effektiv kommunizieren lässt. Thematisiert werden z. B. staatliche Label, die der Beirat für wesentlich effektiver als solche von Marktakteuren erachtet; allerdings müssten gravierende Forschungslücken zu den Grundlagen staatlicher Label oder zur Kontrolle der Effizienz und Effektivität dieser Label gefüllt werden. Auch das Thema Zahlungsbereitschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Beirat vermutet erhebliche Marktchancen für eine Qualitätsausrichtung in der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft auf biodiversitätsbasierte Geschäftsmodelle – wenn eine Produkt- und Preisdifferenzierung gelinge.

Das Gremium empfiehlt der Bundesregierung sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft eine Brancheninitiative „Biologische Vielfalt“ mit folgenden Zielen:

  • Erhöhung des allgemeinen Kenntnisstands zur Bedeutung der biologischen Vielfalt sowie ihrer Wertschätzung in allen gesellschaftlichen Gruppen;
  • Sicherung der biologischen Vielfalt als Anker für eine Qualitätsausrichtung der Agrar-, Forst- und Fischereiwirtschaft;
  • Unterstützung von Vermarktungsanstrengungen von Unternehmen mit besonderen Leistungen für die Förderung der biologischen Vielfalt.

Link zur Stellungnahme 

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