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UPM beginnt im Rahmen eines einzigartigen Biodiversitätsprojekts mit der Umsiedelung bedrohter Arten

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UPM beginnt im Rahmen eines einzigartigen Biodiversitätsprojekts mit der Umsiedelung bedrohter Arten

Foto: Amylocystis lapponica; Reijo Penttilä

In diesem Frühjahr wird UPM in Zusammenarbeit mit dem Natural Resources Institute of Finland und der University Helsinki ein Projekt zur Umsiedelung seltener und bedrohter auf Holz wachsender Pilzarten starten. Das Projekt zielt darauf ab, in den unternehmenseigenen Wäldern durch das Einsetzen dieser Pilze in Totholz die Wiederansiedelung von Totholz bewohnenden Tier- und Pflanzenarten zu beschleunigen. Diese Maßnahme unterstützt das Ziel von UPM, die Biodiversität in den firmeneigenen Wäldern in Finnland zu erhöhen. Die Steigerung des Totholzbestands ist ein Schlüssel zur Erreichung dieses Ziels.

Dies ist eine völlig neue und weltweit einzigartige Methode zum Schutz der Biodiversität“, sagt Timo Lehesvirta, Sustainable Forest Lead, UPM. Die Menge von verrottendem Holz ist für im Wald lebende Arten der maßgebliche Unterschied zwischen Wirtschafts- und Naturwäldern. Ein Viertel, d.h. rund 5000 im Wald vorkommende Arten, meist Pilze und Insekten, sind auf Totholz als Lebensraum angewiesen. „Das Mycel der Pilze wird in Petrischalen angezüchtet und auf Holzstifte aufgebracht. Diese werden dann während der Wachstumsperiode auf natürlich entstandenes Totholz und für das Projekt im Wald belassenes Totholz aufgebracht“, sagt Timo Lehesvirta.

„Für uns Forscher vereint dieses Projekt in idealer Weise neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu bedrohten Arten und Pilzgesellschaften mit praktischer Naturschutzarbeit. Die Zusammenarbeit mit einem Forstunternehmen ist sehr lohnend und wir freuen uns auf den weiteren Verlauf des Projekts. Die Ergebnisse der Vorausstudie sind vielversprechend“, sagt Reijo Penttilä, Project Manager und Research Scientist am Natural Resources Institute Finland.

Gepflanzt wird Mycel von insgesamt mehr als 20 Pilzarten, darunter Amylocystis lapponica, Antrodia crassa und Haploporus odorus. Das Mycel soll auf den Totholzstümpfen anwachsen und später Fruchtkörper ausbilden. Diese setzen dann Sporen frei, die wiederum auf weiteren Totholzstümpfen keimen. Die Ausbreitung des Mycels im Baumstumpf und die die Begleitarten werden mittels DNA-Analysen überwacht und das Vorkommen von Fruchtkörpern wird inventarisiert.

„Die im Rahmen des Projekts umgesiedelten Schwämme sind bedroht, weil geeignete Lebensräume, also Wälder mit hohem Totholzbestand, selten geworden sind. Der WWF hat sich das Ziel gesetzt, den Biodiversitätsverlust in den Wäldern zu stoppen. Von diesem Standpunkt aus ist dieses Projekt besonders interessant für uns“, sagt Liisa Rohwedder, die Generalsekretärin des WWF Finland.

„Wir freuen uns, mit von der Partie zu sein, wenn es darum geht, völlig neue Methoden zum Schutz der Biodiversität von Wäldern zu entwickeln. Messungen lassen darauf schließen, dass die Totholzmenge in den Wäldern von UPM steigt. Innovationen, erste Anzeichen des Erfolgs und die aktive Zusammenarbeit mit hochtalentierten Fachleuten sind für uns ein Ansporn, unsere Tätigkeiten so weiterzuentwickeln, dass wir unser gemeinsames Ziel erreichen“, so Timo Lehesvirta abschließend.

Lesen Sie mehr über das Projekt auf Matti Maarjävis Blog.

Falls Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:
Timo Lehesvirta, Sustainable Forestry Lead, UPM, Tel. +358 (0)400 752 212

 

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