Unternehmerstammtisch Biodiversität erlebt die ökologische Vielfalt im Steinbruch am Winnberg

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Praktisches Handlungsbeispiel:

Unternehmerstammtisch Biodiversität erlebt die ökologische Vielfalt im Steinbruch am Winnberg

Ein Jubiläum: Zum 10. Mal traf sich am 7. Mai 2018 der Biodiversitäts-Unternehmerstammtisch, der von Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu, ins Leben gerufen wurde. Dieses Mal gab es eine Entdeckertour durch den stillgelegten Steinbruch am Winnberg.

Der Steinbruch am Winnberg bei Sengenthal ist seit über 30 Jahren stillgelegt und befindet sich im Eigentum der Wolfgang Prüfling-Stiftung. Nicht nur stellt er ein einzigartiges Forschungsobjekt für Geologen dar, sondern er hat auch eine herausragende ökologische Bedeutung für den Artenschutz. Dies erläuterten Agnes Hofmann vom Landschaftspflegeverband sowie Georg Knipfer vom Landesbund für Vogelschutz. Da ließ sich auch gleich eine Heidelerche mit ihrem charakteristischen Ruf hören und auch sehen. Die bayernweit vom Aussterben bedrohte Vogelart kommt in dem Steinbruch mit zwei bis drei Brutpaaren vor. Auch der Uhu brütet regelmäßig an den steilen Felswänden. Ein botanisches Highlight bildet das Kalkflachmoor, das sich über einer wasserstauenden Tonschicht des Braunen Jura ausgebildet hat, und Raritäten wie das Fleischfarbene Knabenkraut oder das Schmalblättrige Wollgras beherbergt.

Aufgrund dieser besonderen Artenvielfalt, aber ganz besonders aufgrund der Vorkommen der stark gefährdeten Gelbbauchunke, gehört der Steinbruch Winnberg als NATURA 2000-Gebiet zu einem europaweiten ökologischen Netz. Die Exkursion verdeutlichte den Teilnehmenden, dass auch in einem, z. B. durch Rohstoffabbau gestörten Gebiet durch die Umsetzung der richtigen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sehr gute Ersatzlebensräume vieler heimischer, und oftmals auch sehr seltener Tier- und Pflanzenarten entstehen können.

Lesen Sie ausführlicher in der begleitenden Pressemeldung.

Und noch mehr Natur auf der Spur: Naturkundliche Spaziergänge der Neumarkter Lammsbräu

Neumarkter Lammsbräu engagiert sich seit vielen Jahren für den Artenschutz in der Region. Unter anderem finanziert die Brauerei Jahr für Jahr Kulturlandpläne. Dabei erstellt eine Naturschutz-Expertin maßgeschneiderte Programme für Vertragsbauern der Lammsbräu, um den Arten- und Naturschutz auf den Öko-Betrieben zusätzlich zu fördern. Die Ergebnisse dieses Engagements können alle Interessenten bei regelmäßig stattfindenden naturkundlichen Spaziergängen erleben.

So stellte jüngst am 15. Mai Naturschutzberaterin Katharina Schertler bei einem Rundgang über die Felder eines Demeter-Hofes in Greding den Kulturlandplan des Betriebs aus dem Jahr 2017 vor. Verschiedene Maßnahmen für Acker, Grünland, Landschaftselemente und die Hofstelle konnten direkt vor Ort diskutiert werden. Eine zweite Tour führt am 16. Juni in den südlichen Landkreis Neumarkt: Seit vielen Jahren werden die Flächen des Klosters Plankstetten ökologisch bewirtschaftet und mit einer kleinen Schafherde wertvolle Lebensräume erhalten. Im Tal der Sulz sind deshalb noch Elemente der traditionellen Kulturlandschaft zu entdecken, die früher typisch für alle Jura-Täler waren. Naturschutzberaterin Katharina Schertler wird die dortigen seltenen Ackerwildkräuter vorstellen.

 

 

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