Rückschau 12.03.2018: Biologische Vielfalt bewahren – von welcher Natur reden wir?

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Rückschau 12.03.2018: Biologische Vielfalt bewahren – von welcher Natur reden wir?

Saueriersaal - Plenum am 12. März 2018. Bild: Kristoffer Schwetje Photography für das Museum für Naturkunde Berlin

Rund 150 Teilnehmende diskutierten am 12. März 2018 im Saueriersaal des Museums für Naturkunde Berlin zum Begriff der Natur und zu Konzepten für Naturschutz. Gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin, dem Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) und dem Projekt GenomElection hatten wir dazu eingeladen.

Veranstaltungsdokumentation (PDF)

Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biodiversität in ihrer Vielfalt von Genen, Arten und Ökosystemen ist ein Schlüsselthema der UN-Nachhaltigkeitsziele. Auf dem Spiel stehen die natürlichen Grundlagen unseres Lebens. Wenn es jedoch konkret werden soll mit dem Naturschutz, prallen häufig – offen oder unausgesprochen – ganz unterschiedliche normative Vorstellungen von Natur oder Natürlichkeit aufeinander. Nicht umsonst beschäftigt die Philosophie der Natur die Menschheit schon seit der Antike. Der Naturbegriff trägt nur einen scheinbaren Konsens in sich.

Das zieht zeitgenössische Debatten zu ganz unterschiedlichen Fragestellungen nach sich, die für die Praxis sehr relevant sind: Welche Natur genau wollen wir schützen? Wie konservierend, wie dynamisch soll Naturschutz sein? Was bedeuten neue Methoden der Genomeditierung für die Grenzen zwischen Natürlichkeit und gentechnischem Eingriff? Konzepte von Natur haben weitreichende Bedeutung für Naturschutzpolitik und -praxis, bei Kaufentscheidungen, in Geschäftsmodellen von Unternehmen oder für die Forschung.

Der Abend stand ganz im Zeichen dieser Spannungsfelder des Naturbegriffs auf Ebene der Gene, Arten und Lebensräume. Kurze Impulse jeweils aus Wissenschaft und Praxis lieferten Denkanstöße für die anschließende Diskussion.

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