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Leitfäden für mehr Biodiversität im Gewürzanbau

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Leitfäden für mehr Biodiversität im Gewürzanbau

Pfeffer, Foto ©GIZ/Poonam Pande

Gewürze werden in Indien in bedeutenden Biodiversitätshotspots angebaut. Veränderungen in der Anbaupraxis gefährden Produktionsgrundlagen und Biodiversität. Ein neuer Leitfaden unterstützt Gewürzproduzent*innen bei der Erstellung von „Biodiversity Action Plans“.

Die Western Ghats, eine Gebirgskette im Südwesten Indiens, zählen zu den weltweit bedeutendsten Biodiversitätshotspots und sind gleichzeitig eines der Hauptanbaugebiete für Gewürze wie Pfeffer, Kardamom, Muskatnuss und Zimt. Gewürze sind eine wichtige Lebensgrundlage für Millionen von kleinbäuerlichen Produzent*innen in Indien. Veränderungen in der Anbaupraxis gefährden jedoch die Produktionsgrundlagen und führen zur Zerstörung von Biodiversität und Umwelt.

Hier setzt das Vorhaben „Private Business Action for Biodiversity“ an. In Zusammenarbeit mit dem Global Nature Fund hat es Leitfäden zur Erstellung von sogenannten „Biodiversity Action Plans“ entwickelt. Mit diesen Plänen können Produzent*innen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität in und um die Produktionsflächen besser planen und umsetzen. So bleiben Leistungen der Ökosysteme wie fruchtbare Böden, sauberes Wasser, Bestäubung oder Klimaregulierung erhalten, die eine wichtige Grundlage für die Produktion von Gewürzen darstellen. Auch für Unternehmen und Standards dienen die Leitfäden als Grundlage zur Integration biodiversitätsfreundlicher Maßnahmen.

„Unternehmen können diese Aktionspläne zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Lieferketten nutzen und ihre Handlungen und Ergebnisse zum Schutz von Natur und Mensch anschaulicher kommunizieren“ sagt Rik Kutsch Lojenga, Direktor der Union for Ethical Biotrade (UEBT) und Experte für ethische Beschaffung von Inhaltsstoffen auf Basis der biologischen Vielfalt.

Neben der Erarbeitung der Leitfäden für den Gewürzsektor schult das Vorhaben Berater*innen indischer Unternehmen und Standardorganisationen in der Erstellung der Biodiversity Action Plans und begleitet pilothafte Anwendungen vor Ort. Es arbeitet dabei eng mit dem Global Nature Fund, Rainforest Alliance, der Union for Ethical Biotrade (UEBT) sowie mit indischen Partnerorganisationen wie dem All India Spices Exporters Forum, PDS Spices und dem Spice Board of India zusammen.

Das Vorhaben „Private Business Action for Biodiversity“ wird im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Es ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI):

Für die typischen Gewürze der Western Ghats (Pfeffer, Kardamom, Muskatnuss und Zimt) sowie für Chili stehen Leitfäden zur Erstellung von Biodiversity Action Plans nun in der IKI-Infothek auf Englisch zum Download bereit:

Manual on Biodiversity Action Plan for Chili Production
Manual on Biodiversity Action Plan for Pepper, Cinnamon, Cardamon and Nutmeg

 

 

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