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Expertendiskussion zu TEEB-Studie

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Expertendiskussion zu TEEB-Studie

Das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN) ist ein unternehmensgetriebenes Multistakeholderforum, das sich als Lern- und Diskussionsplattform für unternehmensnahe Nachhaltigkeitsthemen versteht. Aus Anlass des Internationalen Jahres der Biodiversität veranstaltet das Netzwerk in 2010 gemeinsam mit der ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative Workshops und Veranstaltungen zum  Schwerpunktthema „Biodiversität“. Die ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative leistet dabei fachliche Unterstützung und fördert den aktiven Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedsunternehmen und den im DGCN organisierten Unternehmen.

Zuletzt fand im Rahmen dieser Kooperation am 8. Juni ein gemeinsamer Workshop zur Integration von Biodiversitätszielen in die Managementpraxis statt. Die Moderation und fachlichen Beistand aus Sicht der Umweltverbände übernahm Herr Udo Gattenlöhner vom Global Nature Fund. Für die interessierte Öffentlichkeit schloss sich eine Diskussionsveranstaltung unter Moderation des Koordinators der ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative Edgar Endrukaitis an, die sich den zu erwartenden Ergebnissen der TEEB-Studie widmete. So schätzen sowohl die Wirtschafts- als auch NGO-Seite die Studie als Bereicherung ein. Die Hoffnung von Unternehmensseite ruht vor allem auf der Systematisierung und Bündelung von Informationen zum Thema Biodiversität, die von der TEEB-Studie erwartet wird. Darüber hinaus erleichtert die ökonomische Bewertung von biologischer Vielfalt und Ökosystemleistungen die Übersetzung von Biodiversitätszielen in betriebswirtschaftliche Ansätze. Die unternehmensinterne Kommunikation des Themas wird so erleichtert.

Von Umwelt- und Entwicklungs-NGOs wird TEEB teilweise kritisch gesehen und keine wesentlichen neuen Erkenntnisse erwartet. Durch die Bewertung von Ökosystemleistungen und ihre Übersetzung in konkrete Zahlen eröffnen sich jedoch neue Möglichkeiten der politischen Kommunikation von Umweltschutz. Bisher eher abstrakte Anliegen des Biodiversitätsschutzes werden so besser vermittelbar, so die Hoffnung. Gleichzeitig unterstreichen die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen aber auch die prinzipielle Gefahr, die in der Ökonomisierung von Natur steckt. Der quantifizierbare Wert von Natur darf nicht zur alleinigen Grundlage zur Bewertung von Natur werden.

Einen umfassenden Bericht zur Veranstaltung sowie Materialien zu den einzelnen Workshops finden Sie hier.

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