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Europäisches Parlament fordert entschiedene Umsetzung der Biodiversitätsziele

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Politik:

Europäisches Parlament fordert entschiedene Umsetzung der Biodiversitätsziele

Mit großer Mehrheit von 592 zu 52 Stimmen hat das Europäische Parlament am 2. Februar 2016 einen Bericht zur Halbzeitbilanz der EU-Biodiversitätsstrategie verabschiedet. Das Parlament spricht sich mit sehr deutlichen Worten dafür aus, die Biodiversitätsziele auf allen Ebenen, in und außerhalb von Naturschutzgebieten, mit deutlich mehr Nachdruck zu verfolgen.

An den Naturschutzrichtlinien, die derzeit einer Inventur unterzogen werden, will es klar festhalten. Nicht die gesetzlichen Vorgaben selbst, sondern die Umsetzung müsse verbessert werden. Das Parlament unterstreicht, die versteckten Kosten des Nichthandelns dürften nicht weiter ignoriert werden. Einige Zahlen zur Untermauerung führt der Bericht explizit auf:

"Die folgenden Zahlen führen die enormen sozioökonomischen Folgen biologischer Vielfalt konkret vor Augen:

  • Politische Untätigkeit verursacht einen jährlichen Verlust an Ökosystemdienstleistungen im Wert von 7 % des globalen BIP.
  • Die sozioökonomischen Opportunitätskosten einer Nichtverwirklichung der 2020-Ziele werden auf 50 Mrd. EUR jährlich geschätzt.
  • Jeder sechste Arbeitsplatz in der EU ist in gewissem Maße von der Natur abhängig. 4,5 Millionen Arbeitsplätze in der EU sind von den durch Natura 2000 geschützten Ökosystemen abhängig.
  • Der Wert der Bestäubung durch Insekten wird auf 15 Mrd. EUR jährlich geschätzt.
  • Der Schaden aufgrund der Einwirkung invasiver gebietsfremder Arten in der EU wird auf 12 Mrd. EUR jährlich geschätzt.
  • Die Kosten für die Verwaltung von Natura 2000 (5,8 Mrd. EUR jährlich) machen nur einen Bruchteil des Mehrwerts aus, der durch Natura 2000 entsteht (200-300 Mrd. EUR).“

Bericht in deutscher Sprache 

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