Business and Biodiversity: HeidelbergCement

HeidelbergCement

Warum und wie wir uns engagieren

HeidelbergCement arbeitet in einer hochgradig sensiblen Umwelt. An allen Produktionsstandorten wird deshalb besonders auf den Schutz der biologischen Vielfalt geachtet. Das Unternehmen sieht sich deshalb als Vorreiter in der Baustoffbranche und gehört zu den ersten, die sich der 'Biodiversity in Good Company' Initiative angeschlossen haben.

HeidelbergCement hat sich bereits seit vielen Jahren zu umweltschonenden Abbaumethoden verpflichtet und dafür umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung und Wiederherstellung der benutzten Steinbrüche eingeführt. Zahlreiche Projekte zur ökologischen Kartierung, zur Renaturierung und zur Pflege der Steinbrüche belegen seit mehr als 20 Jahren den hohen Umweltanspruch des Unternehmens an seine Produktionsstandorte.

HeidelbergCement hat sich der 'Biodiversity in Good Company' Initiative angeschlossen, um die Ziele der Leadership-Erklärung in seiner Geschäftstätigkeit praktisch umzusetzen. Dafür wurde im Jahr 2008 die neue Abteilung „Global Environmental Sustainability“ gegründet, die die Aktivitäten kontrolliert und direkt an die Unternehmensleitung Bericht erstattet. In der Abteilung kümmert sich ein Mitarbeiter ausschließlich um das Themenfeld Biodiversität.

HeidelbergCement war das erste europäische Unternehmen in der Baustoffbranche, das Richtlinien für den Schutz der biologischen Vielfalt in seinen Steinbrüchen eingeführt hat. Die insgesamt zehn Prinzipien zielen darauf ab, eine Zusammenarbeit zwischen allen involvierten Akteuren – wie Umweltschutzorganisationen, Umweltbehörden und der interessierten Öffentlichkeit – zu erreichen sowie die biologische Vielfalt während und nach der Benutzung der Steinbrüche zu erhöhen und die ursprüngliche Natur wiederherzustellen. Darüber hinaus enthalten die Richtlinien konkrete Maßnahmen, wie beispielsweise erprobte Ansätze zur Renaturierung, mit deren Hilfe bis zum Jahr 2020 in allen Steinbrüchen die Biodiversität wiederhergestellt und geschützt werden soll. Über konkrete Fortschritte und weiterführende Ziele wird regelmäßig in den Nachhaltigkeitsberichten und auf der Internetseite des Unternehmens berichtet.

Das Unternehmen informiert darüber hinaus auch seine Zulieferer und Kunden über die Anforderungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt, beispielweise durch eine regelmäßige Berichterstattung im Kundenmagazin und über Veranstaltungen. An allen Produktionsstandorten weltweit arbeitet HeidelbergCement mit Umweltschutzorganisationen und Forschungseinrichtungen zusammen. Damit sollen die spezifischen lokalen Anforderungen an den Schutz der Biodiversität zusammengetragen sowie die Umweltpolitik und die technischen Methoden des Unternehmens weiterentwickelt werden. HeidelbergCement kooperiert zudem eng mit Schulen, um einen Beitrag zur Umweltbildung zu leisten.

HeidelbergCement ist in ganz Europa aktiv und arbeitet überall eng mit den Behörden, Naturschutzorganisationen und der lokalen Bevölkerung zusammen, um gemeinsam den Erhalt der Biodiversität voranzutreiben.

Als Steine-Erden-Unternehmen ist HeidelbergCement auf die Rohstoffe aus Steinbrüchen und Kiesgruben langfristig angewiesen. Sie sind der Beginn der unternehmenseigenen Wertschöpfungskette. Die proaktive Auseinandersetzung mit dem Thema biologische Vielfalt und Naturschutz hilft HeidelbergCement, das Investitionsrisiko für eine Lagerstätte zu minimieren. Indem das Unternehmen zusätzlich wissenschaftliche Erkenntnisse nutzt und eigene Studien vorantreibt, schafft HeidelbergCement Vertrauen und Akzeptanz. Dies ist besonders bei Genehmigungsverfahren für Steinbrucherweiterungen und Industrieanlagen wichtig.

Moderne Genehmigungen werden im Dialog mit Behörden, den Trägern öffentlicher Belange, Naturschutzverbänden und den betroffenen Bürgern entschieden. Umweltverträglichkeitsprüfungen und Renaturierungspläne sind dabei wichtige Entscheidungsinstrumente. Diese finden nur Akzeptanz, wenn HeidelbergCement durch hervorragendes Umweltmanagement als vertrauensvoller Partner wahrgenommen wird. Deshalb sind Genehmigungsverfahren, die schnell, effizient und konsensbasiert durchgeführt werden, für das Unternehmen ein entscheidender Beitrag zur langfristigen Rohstoffsicherung.

In Europa hat HeidelbergCement für 110 Abbaustätten in Gebieten mit besonders hoher biologischer Vielfalt Managementpläne zur Förderung der Biodiversität entwickelt. Die Pläne zeigen dem Betreiber der Abbaustätte, mit welchen Maßnahmen er einen Beitrag zum Artenschutz leisten kann. Die Investition in einen solchen Plan rechnet sich, weil das Risiko von unbeabsichtigten Umweltschäden minimiert und eine mögliche Unterbrechung der Produktion verhindert wird.

HeidelbergCement hat weltweit für die Rekultivierung von Abbaustätten Rückstellungen von mehr als 190 Millionen Euro gebildet. Durch die Anwendung modernster Rekultivierungs- und Renaturierungsmethoden lassen sich die Rekultivierungskosten zum Teil erheblich senken. So können beispielsweise durch die Ansaat von artenreichen Mischwäldern, anstelle teurer Aufforstungen von Monokulturen, bis zu 20.000 Euro pro Hektar gespart werden.


Weitere Informationen in den Fortschrittsberichten des Unternehmens, siehe Randspalte rechts

FactBox HeidelbergCement

Hauptsitz
Heidelberg, Deutschland

Produktsegment
Zuschlagstoffe, Zement und Beton

Umsatz 2016
15,166 Milliarden Euro

Weltweit Beschäftigte
ca. 60.000

Fortschrittsberichte zur 'Biodiversity in Good Company' Leadership-Erklärung

Fortschrittsbericht 2015/2016
Fortschrittsbericht 2013/2014
Fortschrittsbericht 2011/2012

Weitere Informationen und Praxisbeispiele

Ein einmaliger Wettbewerb: Der Quarry Life Award www.quarrylifeaward.de

Nachhaltigkeitsbericht 2016:
www.heidelberg
cement.com/de/nachhaltigkeits
bericht

HeidelbergCement Nachhaltigkeitsbericht 2015

Bericht über HeidelbergCement im ZDF.umwelt-Magazin

Studie zu Nachhaltigkeitsindikatoren (Zusammenfassung)

Konzernrichtlinie zur Förderung der biologischen Vielfalt

Praxisbeispiel Weideprojekt Gerhausen/Beiningen (PDF, deutsch)

Praxisbeispiel Sustainable Land Management (PDF, englisch)

HeidelbergCement - Building on Sustainability:

Best Practice Górazdze (PDF, englisch)

Best Practice Schelklingen (PDF, englisch)

Best Practice Slite (PDF, englisch)

HeidelbergCement & BirdLife Projects (PDFs, englisch):

Zum Seitenanfang