Uraltes Heilwissen, seltene Pflanzen – Kleiner Auszug aus einem Reisebericht von PHARMOS NATUR

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Uraltes Heilwissen, seltene Pflanzen – Kleiner Auszug aus einem Reisebericht von PHARMOS NATUR

27.02.2107. Margot Esser, Unternehmensgründerin von PHARMOS NATUR, und Geschäftsführer Paul Greineder haben auf ihrer diesjährigen Forschungsreise in Südamerika wieder erlebt, wie eng biologische Vielfalt und unternehmerisches Handeln zusammengehören, um ein Leben in Einklang von Mensch und Natur langfristig zu erhalten. Ein kleiner Einblick aus der Zeit in Kolumbien zeigt das sehr anschaulich: Kontakte mit den Einheimischen vor Ort, uraltes Heilwissen, seltene Pflanzen. Austausch in gegenseitigem Respekt und Vertrauen.


Auf den Spuren der traditionellen Medizin 

Ganz im Süden von Kolumbien, von Cali bis nach Popayan. Auf dem Weg waren wir im Dorf Silvia. Als eine der wenigen Gegenden Kolumbiens beheimatet dieser Ort das indigene Hochlandvolk der Guambianos, das hier noch nahezu traditionelle Lebensweisen pflegt. Es ist ein farbenprächtiger Anblick, sie tragen einen auffälligen langen königsblauen Rock, einen dunklen Filzhut und eine charakteristische Ruana oder Umhang. Die Farbe Blau steht für den Kosmos und die Farbe Schwarz symbolisiert Mutter Erde. Wir haben in einem nahegelegenen Dorf viel über das Leben dieser indigenen, im Spannungsfeld zwischen Tradition und dem modernen Kolumbien lebende Bevölkerung erfahren. Anschließend gewährte uns ein traditioneller Arzt der indigenen Gemeinde Einblick in seinen für uns wie ein Gewürzschrank aussehenden Medizinschrank. Er hat uns erzählt, wie er durch Erfahrung sein Wissen über medizinische Pflanzen im Laufe der Jahre aufgebaut hat und wie er es bis heute anwendet. Wir durften einen ganzen Tag mit ihm verbringen. Und haben unglaublich viel gelernt, gehört und gesehen. Danke von Herzen.

Puracé. Hier sind wir auf den Spuren der traditionellen Medizin. Bei einer kleinen Wanderung von ungefähr zwei Stunden, vorbei an wunderschönen Wasserfällen, konnten wir viel über die hier ansässigen Pflanzen und ihre medizinische Verwendung lernen. Der Nationalpark liegt auf 2500 bis 4800 Metern Höhe und ist die Heimat der einzigartigen Pflanzen „frailejones“ sowie von ca. zweihundert unterschiedlichen Orchideenarten. Frailejones sind besser bekannt unter dem Namen Espletia, Mönchspflanze. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und gedeiht vorwiegend in Höhenlagen auf über 3.000 Metern. Die Homöopathie nutzt die Mönchspflanze als "Jungbrunnen" und setzt sie gegen Altersbeschwerden und mangelnde Lebenswärme sowie nachlassende Durchblutung, schwindende Geistesfunktion und Konzentration ein. Wir hatten Glück und konnten bei gutem Wetter auch den schneebedeckten Gipfel des Puracé Vulkans sehen.

Ein Treffen mit einem Schamanen – Dorf Sibundoy

Berührendes Treffen mit „Taita“ – Schamane – der hier lebenden indigenen Gemeinde. Kultur, Gebräuche und Traditionen. Wir saugen das Wissen förmlich auf. Vom Handwerk über kulinarische Eigenheiten bis hin zur traditionellen Medizin. Besuch durch die eigens von ihnen angelegten Kräutergärten. Seine Frau zeigte uns alles. Der Garten obliegt ihrer Verantwortung. Sie gab uns Auskunft über die Verwendung und die Zubereitung der verschiedenen Pflanzen zu medizinischen Zwecken. Von Generation zu Generation wird dieses profunde Heilwissen weitergegeben. In Sibundoy wurde sogar eine "Klinik" gegründet, die ausschließlich auf traditionellem Heilwissen beruht und aufbaut. Wir hatten viel Zeit, mit den Naturheilkundigen zu sprechen. Viele Pflanzen, die hier in der Gegend angebaut werden, wirken entzündungshemmend, antirheumatisch und manche werden als Verhütungsmittel eingesetzt. Natur, die wirkt.

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