Das „Jena Experiment“ – Artenverlust zerstört Ökosysteme

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Das „Jena Experiment“ – Artenverlust zerstört Ökosysteme

28.11.2017. Wie schwer wiegt der globale Artenverlust? Sind Stoffkreisläufe in einem Ökosystem mit wenig Arten verändert? Um dies zu klären, wurde 2002 das „Jena Experiment“ etabliert, eines der größten Biodiversitätsexperimente weltweit. Nun gibt es nach fünfzehn Jahren eine Zwischenbilanz.

Die Ergebnisse des von der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordinierten Langzeitprojekts hat Professor Weisser vom Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie an der Technischen Universität München (TUM) in einem ausführlichen Artikel in der Zeitschrift „Basic and Applied Ecology“ zusammengefasst. Weisser war bis ins Jahr 2015 Sprecher des interdisziplinären Forschungskonsortiums. Er nennt zwei unerwartete Ergebnisse der Langzeitstudie: Biodiversität beeinflusse knapp die Hälfte der Prozesse im Ökosystem und intensive Grünlandbewirtschaftung erziele keinen höheren Ertrag als eine hohe Biodiversität.

Das Jena Experiment beweise so in neuer Dimension, dass ein Verlust der Artenvielfalt negative Konsequenzen für viele einzelne Komponenten und Prozesse in Ökosystemen hat. Das weltweite Artensterben bedeute also nicht nur, dass ein Teil des evolutionären Erbes der Erde unwiederbringlich verloren geht und der Mensch seiner Fürsorgepflicht gegenüber anderen Geschöpfen nicht gerecht wird, sondern es habe direkte unangenehme Folgen für den Menschen. 

Zur Pressemitteilung der TUM mit Link zur Originalpublikation

 

 

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