Auszeichnungen durch die UN-Dekade biologische Vielfalt – Beispiele für wirksames regionales Engagement

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Auszeichnungen durch die UN-Dekade biologische Vielfalt – Beispiele für wirksames regionales Engagement

Der Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft ist beunruhigend. Von Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkewirtschaft können Impulse für Veränderung ausgehen. Zwei Beispiele für wirksames regionales Handeln: Am 22. Mai 2017, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, wurde das herausragende Engagement von Schäfer und Bio-Bauer Markus Schenk und Naturschutzberaterin Katharina Schertler im Rahmen einer kleiner Veranstaltung gewürdigt. Ihre Projekte "Neue Heimat auf dem Bioacker" und „Wiedereinräumung der Landschaft – Hecken zurück auf die Hochflächen" erhielten eine Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Die Urkunden wurden von Susanne Horn, der Generalbevollmächtigten der Neumarkter Lammsbräu, im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Das Unternehmen hatte die Projekte initiiert und mit einer Anschubfinanzierung unterstützt.

Laut Silvia Ohms, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Neumarkter Lammsbräu, ist eines der wichtigsten Ergebnisse, die Markus Schenk in seinem Projekt „Wiedereinräumung der Landschaft – Hecken zurück auf die Hochflächen“ erreicht hat, die Bereitstellung von Brutmöglichkeiten für verschiedene Vogelarten. Goldammer, Neuntöter oder die Dorngrasmücke fühlen sich hier wohl. Säugetieren wie dem Igel bieten die Hecken ein Versteck. Nützlinge wie Marienkäfer, Schwebfliegen, Laubkäfer und Spinnen finden hier Nahrung. Durch die Anpflanzung von Hecken hat Markus Schenk außerdem zum Erosions- und Verdunstungsschutz beigetragen. Nicht zuletzt haben die Hecken das Landschaftsbild aufgewertet und der Hochfläche ihre Eintönigkeit genommen.

Beim Projekt „Neue Heimat auf dem Bioacker“ von Katharina Schertler, Mitarbeiterin des Vereins biolog e.V., und ihrem Team aus sieben Lammsbräu-Landwirten wurden auf verschiedenen Flächen erfolgreich Ackerwildkräuter wieder angesiedelt, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Dadurch wurde das Blüten- und Kräuter-Angebot auf dem Feld für verschiedene Insekten, Vögel und Säugetiere deutlich erhöht. Der Lebensraum „Acker“ wurde dabei auch für Naturfreunde aufgewertet, die sich nun an der Blütenvielfalt erfreuen können, ohne dass es für die Landwirte zu Einbußen beim Getreideertrag kommt. 

Nach der Anschubphase wurde die Umsetzung des Hecken-Projektes aus Mitteln zur Umsetzung der "Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie" unter Beteiligung der oberen Naturschutzbehörde (Regierung Oberpfalz) und des Landschaftspflegeverbandes Neumarkt i. d.Opf. e.V. ermöglicht. Das Ackerwildkrautprojekt erhielt außerdem eine Projektfinanzierung vom Bayerischen Naturschutzfonds. 

Mit diesem vorbildlichen Engagement wird laut der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt ein bedeutendes Zeichen für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. 

Nach der Überreichung der Urkunde wurde bei der Veranstaltung eine Linde gepflanzt. Dieser Baum steht symbolisch für die Vielfalt der Natur, zu deren Erhaltung die beiden Projekte einen wertvollen Beitrag leisten.

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