Business and Biodiversity: Naturkapital – TEEB

Naturkapital – TEEB

Naturkapital Deutschland – TEEB DE

Deutschland gehört zu den Ländern, die den internationalen TEEB-Ansatz ("The Economics of Ecosystems and Biodiversity", siehe unten) mit initiiert haben und sich sehr engagieren. Naturkapital Deutschland – TEEB DE führt die internationale TEEB-Initiative auf nationaler Ebene fort. Hauptaufgabe ist zunächst die Erarbeitung von vier thematischen Berichten, die ökonomische Argumente für die Erhaltung des "Naturkapitals" liefern und damit ethische und ökologische Begründungen sinnvoll ergänzen. 

'Biodiversity in Good Company' als Unternehmensnetzwerk unterstützt dieses Engagement. Wir verstehen uns als Multiplikator in die Wirtschaft hinein, machen Unternehmen mit dem Ansatz vertraut und regen sie an, sich damit zu befassen. Die Initiative wirkt in der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe von TEEB DE im Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit. Im Juni 2012 hat die Initiative für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, das die deutsche Studie leitet, einen Workshop mit 30 UnternehmensvertreterInnen in Berlin organisiert. Ziel war es vor allem, Impulse zu geben für die TEEB DE-Unternehmensbroschüre und gemeinsam mit den Unternehmen den Naturkapital-Ansatz zu diskutieren.

Die internationale TEEB-Studie

Die Natur ist bei wachsender und nach Wohlstand strebender Weltbevölkerung ein zunehmend knapper werdendes Gut. Höchste Zeit daher, die "kostenlosen" Dienstleistungen der Natur "in Wert zu setzen", also auch ökonomisch zu beziffern. Nur wenn die ökonomischen Auswirkungen der Schädigung von Ökosystemen verstanden sind, lassen sich die Kosten für den Erhalt der Biodiversität den Kosten des Nicht-Handelns gegenüberstellen. Und erst dann kann es zukünftig möglich sein, neue Wege zu finden, den Gebrauch und Verbrauch von Natur sogar auch mit einem fairen Preis zu versehen für denjenigen, der den Vorteil aus der Nutzung genießt.

Im Rahmen der G8-Präsidentschaft im Jahr 2007 hat Deutschland gemeinsam mit der europäischen Kommission mit der TEEB-Studie eine wegweisende Untersuchung initiiert, die unter der Schirmherrschaft des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) durchgeführt wurde: „Die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität" (The Economics of Ecosystems and Biodiversity, TEEB). Die bisherigen Ergebnisse sind unter www.teebweb.org abrufbar.  

Die TEEB-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der wirtschaftliche Wert der Ökosystemdienstleistungen weit höher ist als zuvor angenommen. Ein wirksamer Schutz der biologischen Vielfalt ist gewiss nicht billig. Die Kosten dafür liegen jedoch allemal deutlich unter dem Preis, den wir bei fortschreitendem Verlust an biologischer Vielfalt zu zahlen haben werden. Es ist daher volkswirtschaftlich vernünftig, in ihren Schutz zu investieren.

Der TEEB-Bericht für Unternehmen (TEEB for Business) sensibilisiert die Unternehmen für die hohen Risiken durch Biodiversitätsverlust sowie ihre Handlungsmöglichkeiten. Er fordert Unternehmen auf, ein nachhaltiges Biodiversitätsmanagement aufzubauen, die positiven wie negative Auswirkungen der eigenen Wertschöpfungsprozesse auf die Biodiversität zu analysieren und bilanzieren sowie Standards und Kennzahlen zur Steuerung zu entwickeln. Die Leadership-Erklärung der 'Biodiversity in Good Company' Initiative trägt diesen Erkenntnissen Rechnung.

TEEB-DE Unternehmensbroschüre

"Naturkapital Deutschland – TEEB DE" veröffentlichte am 5. März 2013 die neue Broschüre für Unternehmen: "Die Unternehmensperspektive - Auf neue Herausforderungen vorbereitet sein". 'Biodiversity in Good Company' hat bei der Erstellung der Unternehmensbroschüre unterstützt. Sie rückt die ökonomische Bedeutung von Natur für die Wirtschaft ins Bewusstsein und richtet sich an die gesamte Bandbreite von Unternehmen. Die Publikation bietet wertvolle Hinweise und Beispiele, um sich mit den unternehmensrelevanten Aspekten der Biodiversität zu befassen. Darüber hinaus werden Ansätze auf dem Weg zur Integration in unternehmerische Entscheidungen skizziert.

 

 

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